Was ist das Problem?
Bus, Bahn und Fahrrad sind vielerorts zu langsam, unzuverlässig oder unsicher. Besonders außerhalb großer Städte fehlen oft gute Alternativen zum eigenen Auto.
Was der Staat tun kann
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Auf stark genutzten Bus- und Bahnlinien verbindliche Mindesttakte festlegen.
Länder · Kommunen - 02
Busspuren und Ampelvorrang dort einführen, wo Busse regelmäßig im Stau stehen.
Länder · Kommunen - 03
Radverkehr als durchgehendes Netz planen und sichere Hauptrouten statt einzelner Radwegstücke bauen.
Länder · Kommunen - 04
Sichere Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen, Schulen und Zentren schaffen.
Länder · Kommunen - 05
Rufbusse und On-Demand-Verkehre regional bündeln und mit einheitlicher Buchung, Tarif und Anschlüssen an Hauptlinien verbinden.
Länder · Landkreise
So könnte es im Alltag aussehen
Ein vereinfachtes Beispiel dafür, was sich durch die vorgeschlagenen staatlichen Maßnahmen praktisch ändern könnte.
Eine Bewohnerin eines Vororts fährt fast jeden Weg mit dem Auto, weil Busse selten kommen, der Radweg Lücken hat und abends kaum Verbindungen bestehen.
Wenn Busse verlässlich getaktet, Radwege durchgehend gebaut und ländliche Strecken mit Ruf- oder On-Demand-Angeboten ergänzt werden, könnte sie viele Wege erledigen, ohne zwingend das Auto zu brauchen.
Beispielhafte Alltagssituation. Die tatsächliche Wirkung hängt von Ausgestaltung, Finanzierung und Umsetzung ab.
Was andere Staaten bereits machen
Niederlande
Die Niederlande bauten über Jahrzehnte ein zusammenhängendes Netz getrennter Radwege, sicherer Kreuzungen, Fahrradstraßen, Abstellanlagen und guter Verknüpfungen mit Bahnhöfen auf. Verkehrsplanung berücksichtigt das Fahrrad als reguläres Alltagsverkehrsmittel und begrenzt an vielen Orten den Autoverkehr.
Dadurch wird ein großer Anteil kurzer Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt und Radfahren ist für viele Altersgruppen praktikabel. Der Erfolg beruht auf einem dichten Gesamtnetz und konsequenter Raumplanung; einzelne neue Radwege ohne sichere Anschlüsse erzielen deutlich weniger.
Österreich (Wien)
Wien gilt als Vorreiter im ÖPNV. Ein dichtes, zuverlässiges und sehr günstiges Netz (365-Euro-Jahresticket) hat dazu geführt, dass mehr Menschen den ÖPNV nutzen als ein eigenes Auto besitzen.
Dies wurde durch kontinuierliche politische Priorisierung und Investitionen in moderne Fahrzeuge und eine hohe Taktung erreicht.
Übertragbar sind durchgehende Netze, sichere Kreuzungen, verlässliche Takte und einfache Tarife. Einzelne Prestigeprojekte bringen wenig, wenn die Alltagskette Lücken hat.
Kopenhagen (Dänemark)
Kopenhagen ist eine Vorzeigestadt für Rad- und Fußverkehr. Durch den konsequenten Ausbau von Radschnellwegen, grünen Wegen und einer fahrradfreundlichen Infrastruktur hat sich das Fahrrad zum dominanten Verkehrsmittel entwickelt.
Zudem wird stark in intelligente Verkehrsleitsysteme investiert.
Übertragbar sind durchgehende Netze, sichere Kreuzungen, verlässliche Takte und einfache Tarife. Einzelne Prestigeprojekte bringen wenig, wenn die Alltagskette Lücken hat.
