Was ist das Problem?
2025 wurden in Deutschland rund 206.600 Wohnungen fertiggestellt. In wachsenden Städten und Regionen trifft eine hohe Nachfrage auf zu wenig verfügbaren Wohnraum. Genehmigungen, Baukosten, Boden, Finanzierung und sozial gebundener Bestand wirken gleichzeitig.
Was der Staat tun kann
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Baulücken, Leerstand, Aufstockungspotenziale und geeignete versiegelte Flächen in einem laufenden Flächenkataster erfassen.
Kommunen - 02
Bauvorschriften vereinheitlichen, wenn unterschiedliche Regeln denselben Sicherheitsstandard erfüllen.
Länder - 03
Kommunalen, genossenschaftlichen und gemeinnützigen Wohnungsbau über mehrjährige Programme finanzieren.
Bund · Länder · Kommunen - 04
Fördermittel an überprüfbare Miethöhen, Belegungsregeln und lange Sozialbindungen koppeln.
Bund · Länder · Kommunen - 05
Wohngeld mit vorhandenen Einkommens- und Mietdaten soweit möglich vorausfüllen und den Bearbeitungsstand digital anzeigen.
Bund · Länder · Kommunen - 06
Regionale Wohnungsmarktdaten zu Mieten, Leerstand, Sozialbindungen und Fertigstellungen regelmäßig veröffentlichen.
Bund · Länder · Kommunen
So könnte es im Alltag aussehen
Ein vereinfachtes Beispiel dafür, was sich durch die vorgeschlagenen staatlichen Maßnahmen praktisch ändern könnte.
Eine alleinerziehende Mutter sucht in einer wachsenden Stadt seit Monaten eine bezahlbare Dreizimmerwohnung. Für viele Wohnungen ist die Miete zu hoch, neue Projekte dauern lange und Wohngeld wird erst nach Wochen bearbeitet.
Wenn mehr Bauland und bestehende Gebäude schneller genutzt werden, günstiger Bestand wächst und Wohngeld einfacher bearbeitet wird, könnte sie früher eine passende Wohnung finden und einen kleineren Teil ihres Einkommens für die Miete ausgeben.
Beispielhafte Alltagssituation. Die tatsächliche Wirkung hängt von Ausgestaltung, Finanzierung und Umsetzung ab.
Was andere Staaten bereits machen
Wien
Wien verwaltet rund 220.000 Gemeindewohnungen. Zusätzlich gibt es einen großen geförderten und genossenschaftlichen Bestand.
Das zeigt, wie ein großer dauerhaft gebundener Mietsektor aufgebaut werden kann; dafür braucht es langfristig Boden, Finanzierung und Verwaltung.
Niederlande
Wohnungsbaugesellschaften besitzen einen großen Teil der Mietwohnungen.
Das schafft einen großen sozialen Mietsektor. Gleichzeitig bleiben Neubau, Flächen und Wartezeiten ein eigenes Problem.
Singapur
Der Staat steuert Boden und öffentlichen Wohnungsbau sehr stark.
Das schafft große geplante Wohnungsbestände, beruht aber auf Rahmenbedingungen, die sich nur teilweise auf Deutschland übertragen lassen.
