Was ist das Problem?
Einsamkeit, soziale Trennung, Misstrauen gegenüber Institutionen und harte politische Konflikte können das Zusammenleben belasten. Ursachen unterscheiden sich stark nach Ort und Gruppe.
Was der Staat tun kann
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Bibliotheken, Jugendhäuser, Sportstätten und Nachbarschaftszentren in belasteten Quartieren dauerhaft absichern.
Länder · Kommunen - 02
Leerstehende öffentliche Gebäude mit Standardverträgen unkompliziert für gemeinnützige Zwischennutzung öffnen.
Kommunen - 03
Bei lokalen Projekten früh über echte Entscheidungsoptionen informieren und nach Abschluss erklären, was übernommen wurde.
Bund · Länder · Kommunen - 04
Soziale Dienste und Gesundheitsangebote über feste kommunale Anlaufstellen miteinander verbinden.
Kommunen - 05
Regionale Antidiskriminierungsberatung mit Telefon-, Online- und Weiterleitungsangebot bereitstellen.
Länder · Kommunen
So könnte es im Alltag aussehen
Ein vereinfachtes Beispiel dafür, was sich durch die vorgeschlagenen staatlichen Maßnahmen praktisch ändern könnte.
In einem Stadtteil schließen Treffpunkte und Beratungsangebote. Menschen begegnen sich seltener, und bei größeren Entscheidungen entsteht der Eindruck, dass Beteiligung erst beginnt, wenn ohnehin alles feststeht.
Wenn Kommunen verlässliche öffentliche Orte erhalten und Beteiligung nur bei echten Entscheidungsspielräumen einsetzen, könnten mehr Menschen erleben, dass Austausch und Mitwirkung tatsächlich etwas verändern.
Beispielhafte Alltagssituation. Die tatsächliche Wirkung hängt von Ausgestaltung, Finanzierung und Umsetzung ab.
Was andere Staaten bereits machen
Schweden
Schweden hat die Wehr- und Zivildienstpflicht reaktiviert. Sie kombiniert Freiwilligkeit mit einer Musterungspflicht für alle Geschlechter.
Dies stellt sicher, dass die Streitkräfte und soziale Einrichtungen ausreichend Personal bekommen und schafft gleichzeitig ein Gefühl der gemeinsamen Verantwortung und des Zusammenhalts in der Gesellschaft.
Sollten gemeinsame Dienste oder Begegnungsprogramme freiwillige und verpflichtende Elemente, faire Zugänge und die tatsächliche Wirkung auf Teilhabe sorgfältig abwägen.
Großbritannien
Die Initiative 'The Great Get Together' wurde nach der Ermordung der Abgeordneten Jo Cox ins Leben gerufen. Sie organisiert landesweit Nachbarschaftsfeste, um Menschen zusammenzubringen und den von Cox geprägten Satz 'We have more in common than that which divides us' mit Leben zu füllen.
Dies ist ein Beispiel für zivilgesellschaftliches Engagement.
Sollten gemeinsame Dienste oder Begegnungsprogramme freiwillige und verpflichtende Elemente, faire Zugänge und die tatsächliche Wirkung auf Teilhabe sorgfältig abwägen.
Israel
Israel verbindet für große Teile der jüdischen Bevölkerung einen verpflichtenden Militärdienst mit Reservepflichten; daneben bestehen zivile Dienstmodelle. Allerdings gelten unterschiedliche Pflichten und Ausnahmen für verschiedene Bevölkerungsgruppen, und nicht alle Menschen machen dieselbe Erfahrung.
Der Dienst schafft für viele Teilnehmende gemeinsame Netzwerke und prägt Bildungs- und Berufswege. Er ist aber kein eindeutiger Beleg für gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt, weil ungleiche Pflichten und politische Konflikte auch neue Trennlinien erzeugen können.
Sollten gemeinsame Dienste oder Begegnungsprogramme freiwillige und verpflichtende Elemente, faire Zugänge und die tatsächliche Wirkung auf Teilhabe sorgfältig abwägen.
