Was ist das Problem?
Entlang von Produktion, Handel, Gastronomie und privaten Haushalten gehen noch große Mengen essbarer Lebensmittel verloren.
Was der Staat tun kann
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Große Unternehmen in Handel und Gastronomie Lebensmittelverluste nach einer einheitlichen Methode erfassen und melden lassen.
Bund - 02
Branchenziele festlegen und den Fortschritt jährlich veröffentlichen.
Bund · Länder - 03
Haftungs- und Hygieneanforderungen für sichere Lebensmittelspenden vereinheitlichen.
Bund · Länder - 04
Regionale Abholsysteme für überschüssige Lebensmittel mit festen Zeitfenstern und Mengenangaben finanzieren oder beauftragen.
Kommunen - 05
Kennzeichnungs- und Abrechnungsregeln so gestalten, dass bald ablaufende Ware automatisch günstiger verkauft werden kann.
Bund · Länder
So könnte es im Alltag aussehen
Ein vereinfachtes Beispiel dafür, was sich durch die vorgeschlagenen staatlichen Maßnahmen praktisch ändern könnte.
Ein Supermarkt hat am Abend noch viele frische Waren. Ein Teil kann nicht rechtzeitig gespendet werden, weil Abholung, Haftung und Hygiene unterschiedlich organisiert sind.
Wenn Abfälle einheitlich gemessen und Spendenregeln klarer werden, könnten überschüssige Lebensmittel leichter weitergegeben und vermeidbare Mengen sichtbar reduziert werden.
Beispielhafte Alltagssituation. Die tatsächliche Wirkung hängt von Ausgestaltung, Finanzierung und Umsetzung ab.
Was andere Staaten bereits machen
Frankreich
Frankreich hat 2016 als erstes Land ein Gesetz erlassen, das Supermärkte ab einer bestimmten Größe dazu verpflichtet, unverkaufte Lebensmittel an gemeinnützige Organisationen zu spenden . Bei Verstößen drohen hohe Geldstrafen.
Dies hat das Spendenaufkommen deutlich erhöht und zu einer breiteren Sensibilisierung geführt.
Wären Messpflichten, bessere Spendenregeln, klare Verantwortlichkeit im Handel und verbindliche Reduktionsziele kombinierbar.
Italien
Italien verfolgt einen Anreiz-basierten Ansatz. Ein Gesetz von 2016 erleichtert Unternehmen die Spende von Lebensmitteln durch Bürokratieabbau und steuerliche Vorteile . Die Spende ist einfacher und günstiger als die Entsorgung.
Zudem wurde der Verkauf von Lebensmitteln nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum erlaubt, solange sie genießbar sind.
Wären Messpflichten, bessere Spendenregeln, klare Verantwortlichkeit im Handel und verbindliche Reduktionsziele kombinierbar.
USA
Die US-Bundesbehörden EPA, Landwirtschaftsministerium und Lebensmittelbehörde verfolgen gemeinsam das Ziel, Lebensmittelverluste und -abfälle bis 2030 deutlich zu reduzieren. Dazu gehören Messmethoden, freiwillige Unternehmenspartnerschaften, Informationen für Haushalte, bessere Datumskennzeichnung und Förderung von Spenden sowie Verwertung.
Das gemeinsame Ziel hat das Thema in Unternehmen und Kommunen sichtbarer gemacht und einheitlichere Messung angestoßen. Weil viele Maßnahmen freiwillig sind und Abfallregeln regional variieren, ist der tatsächliche nationale Fortschritt jedoch uneinheitlich.
